Burger-Variationen diesmal: Mit Roquefort und Birne

Manchmal muss es einfach Fleisch sein. Eine gute Möglichkeit für Fleisch fast pur sind Burger. Aber immer nur mit Zwiebel, Gürkchen und Käse ist langweilig. Ich hab gestern mal eine neue Variante ausprobiert: mit Roquefort und Birne. Birne ist ja eine meiner Wiederentdeckungen, Jahre lang (seit alle Birnbäume in unserem Garten eingegangen sind) keine, jetzt bei jeder Gelegenheit.

Zutaten für zwei Burger:

  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 2 große Burger-Brötchen
  • 80 g Roquefort
  • 1 Birne

Das Fleisch (wenn man es sich nicht roh essen traut braucht man es gar nicht verwenden) mit Salz und Pfeffer würzen, zwei Burger formen und in der Pfanne mit etwas Fett brutzlen. Währenddessen die Brötchen halbieren und im Toaster heiß machen. Den Patty aufs Brötchen, Roquefort darüber krümeln und mit dünnen Birnenscheiben belegen. Fertig.

Well Done

Well Done, klingt ja eigentlich wie ein Lob. Für mich dürfen Steaks aber schon ein bisschen blutiger sein, es muss ja nicht kalt sein, aber dunkel rosa ist schon fein. Heute hab ich mich im Supermarkt in Minuten-Steaks vom Rind verkuckt und hab spontan beschlossen ein Rezept von Antivegan.de nachzukochen. Meine Steaks waren lecker aber durch.
Hier eine kurze Manöverkritik: Minuten-Steaks heißen Minuten-Steaks, weil sie nach einer Minute durch sind. Leider sind sie nach einer Minute Außen aber noch recht bleich. Wer das Rezept genau liest, wird feststellen, das er nicht das Fleisch direkt in die Pfanne haut, sondern erst das Fett auslässt. Um zu verstehen warum das so einen großen Unterschied macht sollte man wissen, das die Maillard-Reaktion durch ihre Produkte katalysiert wird. Also erst ein kleines Stück Fleisch in der Pfanne schwarz werden lassen, und dann erst die Steaks in die Pfanne; oder wie echte Profis: eine Pfanne nur für Steaks, und die nicht zu gründlich und nur mit Wasser spülen.
Der nächste Fehler: Wenn man das Fleisch zehn Minuten im Ofen ruhen lassen will sollte man nicht auf 250 °C stellen in der Hoffnung, das er dann schnell die 50 °C hat, es waren dann eher 150 °C oder mehr, auf jeden Fall weit jenseits der Spezifikation für Chemikerfinger.
Geschmeckt haben die Steaks trotzdem, Bilder gibt’s erst wenn ich eine bessere Kamera hab als die Krücke in meinem Handy. Ich schwanke noch immer zwischen der Lumix LX3 und der Canon G10. Wer beratend eingreifen will melde sich in den Kommentaren.

Tierleichenteile

Selten hat der Titel dieses Blogs zu einem Rezept so gut gepasst wie heute. Ich musste heute genötigt eine salzige Kleinigkeit für eine Feier zuaberm. Spontan fiel mir Bruschetta mit Leber ein. Normalerweise fällt dieses Rezept unter die Kategorie Resteverwertung der Innereien des traditionellen Weihnachtsvogels. Die Beschreibung Tierleichenteile, beschreibt die Hauptzutaten, Hühnerherzen und Hühnerleber, doch recht akkurat. Der durchschnittliche Mitteleuropäer an und für sich verschmäht normalerweise diesen Teil des Huhnes  komplett. Er bevorzugt eher das Hähnchenbrustfilet. Diese Tatsache führt in einer globalisierten Welt dazu, dass Hühnerzüchter in Afrika ihre Produkte nicht mehr loswerden, weil der Markt mit europäischen Hühnerresten zu Spottpreisen überschwemmt wird. Die Zubereitung des folgenden Gerichtes ist also praktische Entwicklungshilfe.

Zutaten

  • 500 g Hühnerherzen
  • 500 g Hühnerleber
  • 1 Karotte
  • 90 g Sardellenpaste
  • 100 g Kapern
  • 50 g Butter
  • Pfeffer
  • 150 ml Noilly Prat (ja, genau der)

Zubereitung

Leber und Herzen (gesäubert) getrennt durchbraten und jeweils mit Vermouth ablöschen. Beides gründlich pürieren. Mit Sardellenpaste vermengen und mit Pfeffer abschmecken. Kapern hinzugeben, aber nur kurz pürieren. Butter unter die noch warme Masse rühren und das ganze auf sehr krosse Baguettescheiben streichen.

Chilli con Carne mit allen Geheimzutaten

In meinem Nach-dem-Camp-Eintrag hab ich es ja schon erwähnt, ich hab von einer neuen Geheimzutat für Chilli con Carne erfahren: Pflaumenmus. Ich kannte ja bisher nur Schokolade oder Kakaopulver und Bauchspeck. Heute hab ich endlich mal ausprobiert wie es mit allen zusammen schmeckt. Ich selbst bin begeistert, auch wenn ich glaube 200 g sind doch etwas zuviel. Ich bin gespannt was meine Kritiker dazusagen werden.

Zutaten (reicht für zwei und eine WG, die nur mal probieren will):

  • 1000 g Hackfleisch
  • 1 große Dose Bohnen
  • 1 kleine Dose Chillibohen
  • 1 kleine Dose Baked Beans
  • halbe Dose Mais
  • Bauchspeck
  • Paprikamix
  • 2 Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kakaopulver (die Schokolade auf dem Bild war nicht mehr frisch)
  • 2 Esslöffel Pflaumenmus (ich hatte mehr)
  • Cayennepfeffer

PS: Die Kritikerstimmen sind jetzt ausgezählt: 5 von 5 waren begeistert.

Unentschlossenes Huhn

Und noch ein Rezept aus Altbeständen. Das Rezept heißt so weil ich mich nicht zwischen mehreren Rezepten entscheiden konnte und deshalb einfach alle verwendet habe.

Zutaten:

  • 1 Huhn 1-1,5 kg
  • 20 Knoblauchzehen
  • 1 Tomate
  • 1 Packung Frühstücks Beacon
  • 4 EL Ketchup
  • 1 Spritzer Tabasco
  • 1 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:
Zuerst den Römertopf solange wie möglich einweichen lassen (mindestes ein paar Stunden). Das Huhn mit den Knoblauchzehen vollstopfen, in Öl wenden, salzen, pfeffern und mit Tabasco beträufeln. Im Römertompf
Ketchup und Zitronensaft mischen. Das Huhn hineilegen und die geachtelte Tomate hineingeben. Nun das Huhn mit dem Speck belegen. Deckel drauf und in den Ofen. Ofen anschalten und auf 220° stellen. Nach etwa 85 Minuten den Deckel runter nehemen und noch 5 Minuten grillen damit der Speck schön kross wird.
Mit Korketten oder leckerem Baguett Servieren.