Tierleichenteile

Selten hat der Titel dieses Blogs zu einem Rezept so gut gepasst wie heute. Ich musste heute genötigt eine salzige Kleinigkeit für eine Feier zuaberm. Spontan fiel mir [[Bruschetta]] mit Leber ein. Normalerweise fällt dieses Rezept unter die Kategorie Resteverwertung der Innereien des traditionellen Weihnachtsvogels. Die Beschreibung Tierleichenteile, beschreibt die Hauptzutaten, Hühnerherzen und Hühnerleber, doch recht akkurat. Der durchschnittliche Mitteleuropäer an und für sich verschmäht normalerweise diesen Teil des Huhnes  komplett. Er bevorzugt eher das Hähnchenbrustfilet. Diese Tatsache führt in einer globalisierten Welt dazu, dass Hühnerzüchter in Afrika ihre Produkte nicht mehr loswerden, weil der Markt mit europäischen Hühnerresten zu Spottpreisen überschwemmt wird. Die Zubereitung des folgenden Gerichtes ist also praktische Entwicklungshilfe.

Zutaten

  • 500 g Hühnerherzen
  • 500 g Hühnerleber
  • 1 Karotte
  • 90 g Sardellenpaste
  • 100 g Kapern
  • 50 g Butter
  • Pfeffer
  • 150 ml [[Noilly Prat]] (ja, genau der)

Zubereitung

Leber und Herzen (gesäubert) getrennt durchbraten und jeweils mit Vermouth ablöschen. Beides gründlich pürieren. Mit Sardellenpaste vermengen und mit Pfeffer abschmecken. Kapern hinzugeben, aber nur kurz pürieren. Butter unter die noch warme Masse rühren und das ganze auf sehr krosse Baguettescheiben streichen.

Chilli con Carne mit allen Geheimzutaten

In meinem Nach-dem-Camp-Eintrag hab ich es ja schon erwähnt, ich hab von einer neuen Geheimzutat für Chilli con Carne erfahren: Pflaumenmus. Ich kannte ja bisher nur Schokolade oder Kakaopulver und Bauchspeck. Heute hab ich endlich mal ausprobiert wie es mit allen zusammen schmeckt. Ich selbst bin begeistert, auch wenn ich glaube 200 g sind doch etwas zuviel. Ich bin gespannt was meine Kritiker dazusagen werden.

Zutaten (reicht für zwei und eine WG, die nur mal probieren will):

  • 1000 g Hackfleisch
  • 1 große Dose Bohnen
  • 1 kleine Dose Chillibohen
  • 1 kleine Dose Baked Beans
  • halbe Dose Mais
  • Bauchspeck
  • Paprikamix
  • 2 Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kakaopulver (die Schokolade auf dem Bild war nicht mehr frisch)
  • 2 Esslöffel Pflaumenmus (ich hatte mehr)
  • Cayennepfeffer

PS: Die Kritikerstimmen sind jetzt ausgezählt: 5 von 5 waren begeistert.

Nach langer Stille

Sommer-Zeit  ist nicht so die Blog-Zeit, und durch eine hohe Posting-Frequenz bin ich ja hier noch nicht aufgefallen. Trotzdem hier ein Rückblick auf die letzte Veranstaltung.

In Kürze:

  • Soja-Krümel schmecken zwar an sich nach nix, sind aber ein überraschend guter (und vor allem günstiger) Ersatz für Hack, zumindest wenn hinterher scharf gewürzt wird.
  • Ausrüstung rockt. Kochen für ein ganzes Rudel (einmal waren es über 50 Portionen) macht mehr Spaß, wenn die Hardware stimmt. Große Kocher, große Töpfe und ne Spüle.
  • Ich muss mir diesen Butterschmalzersatz zulegen.
  • Neue Geheimzutat fürs Chilli Con Carne: Pflaumenmus (vorsicht: ohne Gewähr, ich habs noch nicht selbst probiert)
  • Der Metzger hätte uns Gas kilowiese verkauft. (fürs nächste Mal merken)

Unentschlossenes Huhn

Und noch ein Rezept aus Altbeständen. Das Rezept heißt so weil ich mich nicht zwischen mehreren Rezepten entscheiden konnte und deshalb einfach alle verwendet habe.

Zutaten:

  • 1 Huhn 1-1,5 kg
  • 20 Knoblauchzehen
  • 1 Tomate
  • 1 Packung Frühstücks Beacon
  • 4 EL Ketchup
  • 1 Spritzer Tabasco
  • 1 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:
Zuerst den Römertopf solange wie möglich einweichen lassen (mindestes ein paar Stunden). Das Huhn mit den Knoblauchzehen vollstopfen, in Öl wenden, salzen, pfeffern und mit Tabasco beträufeln. Im Römertompf
Ketchup und Zitronensaft mischen. Das Huhn hineilegen und die geachtelte Tomate hineingeben. Nun das Huhn mit dem Speck belegen. Deckel drauf und in den Ofen. Ofen anschalten und auf 220° stellen. Nach etwa 85 Minuten den Deckel runter nehemen und noch 5 Minuten grillen damit der Speck schön kross wird.
Mit Korketten oder leckerem Baguett Servieren.

Schweinebraten mit Martini d’oro

Der Geschmack des Martini gibt diesm Braten eine weihnachtlich-exotische Note.

Zutaten:

  • 1 Schweinerückenbraten 1-2 kg
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tomate
  • 1 Gelberübe
  • 200 Sahne oder Creme Fraiche
  • 200 ml Martini d’oro
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 Suppenwürfel
  • Pfeffer
  • 1 TL Mondamin

Zubereitung:
Zuerst den Römertopf solange wie möglich einweichen lassen (mindestes ein paar Stunden). Den Suppenwürfel zerbröseln und damit das Fleisch einreiben. Mit Senf bestreichen und pfeffern. Die Tomate waschen, Gelberübe und Zwiebel schälen und alles halbieren.
Das Fleisch und das Gemüse zusammen mit dem Martini in den Römertopf geben. Den Römertopf in den kalten Ofen stellen. Den Ofen auf 200 °C stellen nach 60 Minuten den Deckel abnehmen und noch etwa 10 Minuten bei Oberhitze weiter garen.
Nun den Braten aus dem Topf nehmen und alles andere durch ein Sieb in einen Topf drücken. Mondamin und Creme Fraiche dazu und noch einmal kurz auf kochen lasen.
Mit Klößen Servieren

Blaue Zipfel

Dieses Rezept ist bei der Auflösung meiner alten Netzpräsenz übrig geblieben.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Zwiebeln
  • 1 L Wasser
  • 0,25 L Weißwein
  • 0,75 L Weißweinessig
  • 1 TL Instant-Brühe
  • gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Zucker
  • 6 Pimentkörner
  • 10 Wacholderbeeren
  • 5 Nelken
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 EL Öl
  • 8 fränkische Bratwürste

Beilage:

Schwarzbrot oder dunkles Gewürzbrot
Getränk:

Dunkles fränkisches Landbier

Zubereitung:

Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Wasser mit Weiflwein, Essig und den Gewürzen, Öl und den Zwiebeln vermengen.Den Sud erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, dann von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen.

Wenn der Sud erkaltet ist die Bratwürste zugeben und kalt stellen. Die Bratwürste 3 Stunden im Sud durchziehen lassen. Den Sud mit den Bratwürsten bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen und 15 Minuten garen lassen.

Achtung: Der Sud darf nicht mehr kochen, da sonst die Bratwürste aufplatzen!

* Das Rezept kann auch mit kleinen Nürnberger Bratwürsten hergestellt werden. Wichtig ist, dass das Met der Bratwüste grob ist und die Würste gut abgeschmeckt sind.

Tipsy Trifle

So einfach und doch so lecker. Ein Highlight der Englischen Pudding-Küche.

  • 1 Bisquit Boden
  • 2 Dosen Pfirsiche
  • mindestens 300 mL Sherry
  • 1 L Milch
  • 80g Zucker
  • 2 Packungen Puddingpulver
  • 2 Becher Sahne

Den Tortenboden und die abgetropften Pfirsiche in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit reichlich Sherry begießen und mit etlichen Klecksen der roten Marmelade verzieren. Den Pudding nach Anleitung zubereiten und darüber geben. Sobald der Pudding fest und kühl,ist mit einer Schicht Schlagsahne bedecken.

Panna Cotta mit Erdbeersalat

Viele Portionen:

Für die Panna Cotta

  • 1200 mL Sahne
  • 400 mL Crème fraîche
  • 18 Blatt Gelatine
  • 120 g Zucker
  • 1 Beutel Vanillinzucker
  • 2 Beutel Vanille
  • 6 Esslöffel Amaretto

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sahne mit Zucker, Likör, und Vanille erhitzen. Sobald sie kocht die Gelatine dazugeben und auflösen. Nun die Creme fraiche einrühren. In eine große flache Form füllen und nach dem Erkalten über Nacht in den den Kühlschrank.

Für den Erbeersalat:

  • 1 kg Erdbeeren
  • 2 Esslöffel Essig, z.B. Himbeeressig oder Balsamico
  • 1/4 Bund Pefferminze
  • Puderzucker
  • Pfeffer

Erbeeren putzen und vierteln. Pfefferminze hacken. Die Erbeeren mit der Minze mischen und mit Essig, Puderzucker und Pfeffer abschmecken. Einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Zum Servieren die Panna cotta in Stücke schneiden und mit dem Erdbeersalat garnieren.

Wein, Schokoloade und gute Musik

Nach einem gelungen Backabend sitze ich jetzt im noch zu beseitigenden Chaos meiner Küche. Auf Deutschland Radio Kultur läuft gerade Live Rust der Soundtrack zum Konzertfilm Rust Never Sleeps von Niel Young, wie es sich für einen öffentlich rechtlichen Sender gehört, in voller Länge und ohne Unterbrechung. Der Soundtrack zum Konzertfilm gilt angeblich als das beste Live-Album überhaupt, und ich muss zugeben, gerade im ersten Teil, in dem sich Niel Young selbst am Klavier beigeleitet, ist die Gänsehautdichte extrem. Mir fehlt nur die Vocoder-Orgie zu Beginn des Films. Passend oder nicht, Zutaten für Sacher-Tortevertilge ich gerade die Schokoladenreste vom Backen. Morgen bin ich mal wieder mit Coffee Break an der Reihe. Wenn ich das Stück heil in die Uni bring, wird es Sachertorte geben. Ich hab bei allen Zutaten 25% mehr genommen, nur das siebte Ei hab ich durch eine Prise Backpulver ersetzt. Für die Glasur habe ich mich für Palmin und eine extrem geheime Mischung aus drei verschiedenen Sorten von Lind entschieden. Zu guter Musik und Schokolade passt natürlich guter Rotwein. Zur Feier des Abends habe ich eine Flasche Carte Noire aufgerissen. Ein wuchtiger Roter mit beeindruckender Beerennote dem man den Barrique-Ausbau richtig anmerkt.

Make Mine Veal

Heute gab es auch mal wieder Fleisch: Kalbsgeschnetzeltes mit Pilzen.

  • 200 g Kalbsschnitzel
  • 4 große Champignons
  • 1 Zwiebel
  • Butter
  • 1 Becher Sahne
  1. Schnitzel klopfen und in schmale etwa 3 cm lange Streifen schneiden
  2. Zwiebeln und Champignons klein schneiden
  3. Butter in eine Pfanne erhitzen und die Zwiebeln mit dem Fleisch anbraten
  4. Wenn die Zwiebeln Farbe haben die Pilze zugeben
  5. Mit Sahne ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen

Dazu passen Spätzle.

Make Mine Veal